Großer Praxistest Brennstoffzelle

Projekt Callux: Langzeit-Feldversuch in mehr als 800 Haushalten
Brennstoffzellen-Heizgeräte sind eine attraktive Option für die Energieversorgung im Haus. Und Deutschland ist Vorreiter bei dieser umweltfreundlichen Zukunftstechnologie. Mit Callux, einem Praxistest Brennstoffzellen für Ein- und Mehrfamilienhäuser, engagieren sich führende Gerätehersteller – zu denen auch Vaillant gehört –, Energieversorgungsunternehmen und das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gemeinsam im Rahmen des nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie für eine baldige Markteinführung von Brennstoffzellen-Heizgeräten.

Brennstoffzellensysteme stellen effizient und emissionsarm Strom und Wärme zur Verfügung. Als kleine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen lassen Sie sich überall dort sinnvoll einsetzen, wo beide Energien gleichzeitig benötigt werden – beispielsweise in Wohnhäusern. In einem Brennstoffzellen-Heizgerät wird der Energieträger Wasserstoff in einem elektrochemischen Prozess in Strom und gleichzeitig in Wärme umgesetzt. Als Brennstoff kommt Erdgas zum Einsatz, das in einem Reformer innerhalb des Heizgeräts zu Wasserstoff umgewandelt wird. Durch die gut entwickelte Infrastruktur des Erdgasnetzes sind Brennstoffzellen-Heizgeräte vergleichsweise leicht installierbar. Die zunehmende Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz bietet darüber hinaus gute ökologische Perspektiven.

Mit Mitteln in Höhe von 86 Millionen Euro, an denen das BMVBS mit rund 40 Millionen Euro beteiligt ist, wird nun der Einsatz von stationären Brennstoffzellen im Gebäudebereich in einem groß angelegten Praxistest erprobt. Im Rahmen des Projektes sollen an unterschiedlichen Standorten in Deutschland über 800 Brennstoffzellen-Heizgeräte installiert und über einen Zeitraum von acht Jahren auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Ziel des BMVBS ist es, die zukunftsfähige Technologie bis 2015 an den Markt zu bringen, um eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Geräten zu schaffen. Hierzu sind vor allem Erfahrungen im praktischen Dauerbetrieb notwendig.

„Energie ist ein knappes Gut. Die Preise werden weiter steigen. Ich will, dass Wohnen und Mobilität für alle bezahlbar bleibt und die Versorgung mit Energie langfristig gesichert ist. Wir werden die Energiewende einleiten. Die Brennstoffzellentechnik bringt uns diesem Ziel einen großen Schritt näher“, so Bundesminister Wolfgang Tiefensee. „Der erfolgreiche Programmstart zeigt, dass man durch den Aufbau von strategischen Partnerschaften in gezielten Programmen Investitionsengagement und Risikobereitschaft der Industrie bei der Marktvorbereitung von Zukunftstechnologie wecken kann.“ Für die Umsetzung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie stehen bis 2016 insgesamt 1,4 Milliarden Euro – jeweils zur Hälfte von Industrie und Politik getragen – zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Praxistest Brennstoffzellen finden Sie hier auf der Projekt-Webseite auf www.callux.net.